Coronavirus-Impfverordnung
Die Coronavirus-Impfverordnung sieht vor, alle Menschen, die dies wünschen, entsprechend ihrer Prioritätsstufe gegen SARS-CoV-2 zu impfen.

 

1. Stufe (Schutzimpfungen mit höchster Priorität)

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

2. Stufe (Schutzimpfungen mit hoher Priorität)

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:

            a) Personen mit Trisomie 21,

            b) Personen mit einer Demenz oder mit einer

                geistigen Behinderung,

            c) Personen nach Organtransplantation,

  • eine enge Kontaktperson

            a)  von pflegebedürftigen Personen nach § 2  

                 Nummer 1 und nach den Nummern 1 und 2,

                die von dieser Person oder von ihrem

                gesetzlichen Vertreter bestimmt wird,

           b)  von schwangeren Personen, die von dieser

                Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter

               bestimmt wird,

  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmit- telbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren,
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
  • Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetzes untergebracht oder tätig sind.

 

Stufe 3 (Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität)

  • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:

            a)  Personen mit Adipositas (Personen mit Body-

                 Mass-Index über 30),

            b)  Personen mit chronischer Nierenerkrankung,

            c)  Personen mit chronischer Lebererkrankung,

            d)  Personen mit Immundefizienz oder HIV-

                 Infektion,

            e)  Personen mit Diabetes mellitus,

            f)  Personen mit einer Herzinsuffizienz,

                 Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer

                 koronaren Herzkrankheit oder arterieller

                 Hypertension,

             g) Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen

                 oder Apoplex,

             h) Personen mit Krebserkrankungen,

             i)  Personen mit COPD oder Asthma bronchiale,

             j) Personen mit Autoimmunerkrankungen oder

                  rheumatischen Erkrankungen,

 

Der Nachweis des erhöhten Risikos (s.o.) erfolgt durch ein hausärztliches Attest. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

  • Personen, die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind, insbesondere in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich Technisches Hilfswerk und in der Justiz,
  • Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infra- struktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrs- wesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Corona- virus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, welches keine Patientinnen oder Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut,
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind,
  • Personen, die als Erzieher oder Lehrer tätig sind,
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.

Danach erfolgt die Impfung aller anderen Freiwilligen.

Hier finden Sie das

welche Sie sich bereits jetzt ansehen können.

 

Die Dokumentation erfolgt im Impfausweis. Falls Sie keinen Impfausweis (mehr) haben, erhalten Sie eine sog. Ersatzbescheinigung.