Blutdruck kann man nicht spüren, man kann ihn nur messen!

 

Bei bekanntem oder vermutetem Bluthochdruck empfehlen wir die Blutdruck-Selbstmessung. Die selbst gemessenen Werte des Patienten zeigen dem Arzt, wie sich der Blutdruck über einen längeren Zeitraum im gewohnten häuslichen Umfeld verhält.

 

Die mit einem zuverlässigen Messgerät (Info) ermittelten und dokumentierten Werte sind sehr viel aussagekräftiger als die gelegentlichen Messungen in der Arztpraxis oder in einer Apotheke.

Also, bitte messen Sie!

 

Weitere Informationen finden Sie bei der Hochdruckliga und bei der Herzstiftung.

 

Wenn Sie Blutdruck-Medikamente einnehmen und aktuell eine stabile Blutdruckeinstellung vorliegt, empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:

Messen Sie ca. alle 4-6 Wochen an einem Tag ca. 4-5 mal zu verschiedenen Tageszeiten den Blutdruck und dokumentieren Sie diese Messwerte im Blutdruckpass. Beim nächsten Praxisbesuch legen Sie diesen dann vor.

 

Sollten Sie wiederholt Blutdruckwerte deutlich

über 140/90 mm Hg messen, ist eine kurzfristige Vorstellung in unserer Praxis notwendig.

Organspende

 

Trotz der aktuellen Diskussion und der damit verbundenen Unsicherheit bei vielen Menschen werben wir für die Organspende.

 

Gern beantworten wir Ihre Fragen zu diesem Thema. Bitte sprechen Sie uns an.

 

Interessante Infos finden sie hier.

 

Einen Organspendeausweis können Sie in unserer Praxis erhalten oder hier interaktiv erstellen.

 

Übrigens, einen Organspendeausweis gibt es auch für Smartphones:

 

iPhone-App

 

Android-App 

Aut-idem-Regelung

 

Der Apotheker ist verpflichtet, anstelle des verordneten Arzneimittels ein wirkstoffgleiches Medikament abzugeben, wenn dieses preisgünstiger ist.

 

 

Keine Substitution, wenn Aut idem angekreuzt

 

Vor dem Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz, das am 1. Februar 2002 in Kraft getreten ist, musste der Arzt dem Austausch des Arzneimittels ausdrücklich zustimmen. Das tat er, indem er das auf dem Rezeptformular befindliche Feld „Aut idem“ angekreuzt hat.

Durch das Gesetz wurde die Bedeutung des Kästchens umgekehrt: Lässt der Arzt bei der Arzneimittelverordnung das Aut-idem-Feld frei, wird dem Apotheker die Substitution erlaubt. Der Arzt kann den Austausch nur unterbinden, wenn er das entsprechende Feld ankreuzt.

 

 

Voraussetzungen für Substitution

 

Der Austausch eines Arzneimittels darf nur erfolgen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • identische(r) Wirkstoff/Wirkstärke
  • gleiche bzw. austauschbare Darreichungsform
  • ein gleiches Anwendungsgebiet sowie
  • gleiches Packungsgrößenkennzeichen.

Dabei gelten grundsätzlich Salze, Ester, Ether, Isomere, Mischungen von Isomeren, Komplexe und Derivate eines Wirkstoffs als derselbe Wirkstoff. Die austauschbaren Darreichungsformen bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss in der Arzneimittel-Richtlinie.

 

 

Rabattarzneimittel haben Vorrang

 

Rabattierte Arzneimittel sind durch das zum 1. April 2007 in Kraft getretene GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz vorrangig zu behandeln: Der Apotheker muss ein verordnetes Arzneimittel grundsätzlich durch ein wirkstoffgleiches Medikament austauschen, für das ein Rabattvertrag zwischen der Krankenkasse und dem pharmazeutischen Unternehmer nach § 130a Absatz 8 SGB V besteht.

 

 

Mehrkostenregelung für Versicherte

 

Im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz wurde 2011 mit der Mehrkostenregelung eine Wahlmöglichkeit geschaffen: Versicherte können in der Apotheke statt des rabattierten Arzneimittels oder eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel ein anderes Arzneimittel erhalten, wenn die Substitutionsvoraussetzungen erfüllt sind (§ 129 Absatz 1 SGB V).

Allerdings muss der Patient sein bevorzugtes Medikament zunächst selbst bezahlen. Einen Teil der Kosten kann er sich anschließend von seiner Krankenkasse zurückerstatten lassen (§ 13 Absatz 2 SGB V).

 

Weitere Informationen finden Sie hier und hier.